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Nachrichten aus der evangelischen Wochenzeitung Unsere Kirche

Die
bayerische Theologin Gabriele Pace wird Pfarrerin der deutschsprachigen
Evangelischen Gemeinde in der Türkei. Sie übernehme das Pfarramt am 1. August,
bestätigte die bayerische Landeskirche. Der Kirchenvorstand der evangelischen
Gemeinde in Istanbul habe sie zur Nachfolgerin der westfälischen Pfarrerin
Ursula August gewählt, die seit 2011 für die Gemeinde am Bosporus zuständig ist
und deren Dienst im Juni endet.

 

 

Die beiden
großen Kirchen in Deutschland wünschen sich mehr Miteinander in der EU. „Der Mut
zu europäischen Lösungen und der politische Wille, auch gegen Widerstände und
Uneinigkeit für die gemeinsame Sache zu streiten, sind heute verpflichtender
denn je“, heißt es in einem ökumenischen Papier. Europa müsse seine derzeitige
tiefe Krise überwinden, erklärten der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche
in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, und der Vorsitzende der
katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx. Die EU sei
mehr als die Summe ihrer Mitgliedsstaaten und dürfe sich nicht
auseinanderdividieren lassen.

 

 

Joe Bausch,
als Kölner „Tatort“-Pathologe bekannter Arzt und Schauspieler, ist neuer
Schirmherr der Stiftung Polizeiseelsorge. „Wenn es um Hilfe geht, gibt es keine
bessere Institution als die Polizeiseelsorge“, sagte er in Wuppertal. „Ich
weiß, was Polizistinnen und Polizisten alles aushalten müssen“, erklärte er mit
Blick auf die zunehmenden Belastungen für die Beamten. Es falle den Polizisten
teils immens schwer, „über das zu reden, was sie bewegt“, so Bausch. Die in
Wuppertal ansässige Stiftung unter dem Dach der Evangelischen Kirche im
Rheinland arbeitet überkonfessionell und unabhängig. Sie leistet
unbürokratische Hilfe in Notsituationen.

 

 

Der
Rechtsextremismus-Experte Henning Flad hat die Kirchen aufgefordert, im Umgang
mit rechtspopulistischen Strömungen klar Position zu beziehen. Die Kirchen
müssten eindeutig klarmachen, dass „Gewaltpropaganda und Brandanschläge
inakzeptabel sind und Geflüchtete unseres Schutzes bedürfen“, sagte der
Projektleiter der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus in
Dortmund. Rassismus und anderes menschenfeindliches Gedankengut dürften nicht
unwidersprochen bleiben.

 

 

Vom Berliner
Neutralitätsgesetz sind nicht nur Trägerinnen muslimischer Kopftücher
betroffen: Einer evangelischen Lehrerin an einer staatlichen Schule ist
offenbar per Dienstanweisung das Tragen eines Kreuzes an einer Halskette
verboten worden. Das bestätigte Konsistorialpräsident Jörg Antoine bei der
Synode der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. Das
Neutralitätsgesetz untersagt unter anderem Lehrkräften das Tragen religiös
motivierter Schmuckstücke und Kleidung.

 

 

Die AfD
wirbt laut jüdischen Gemeindevertretern „massiv“ in jüdischen Seniorenheimen um
Stimmen und Mitglieder. Wie die Wochenzeitung „Die Zeit“ berichtet, warnt der
Zentralrat der Juden seine Gemeinden davor, „sich von einer antimuslimischen,
hetzerischen Rhetorik der AfD umgarnen zu lassen“. Zahlen über jüdische
AfD-Mitglieder gibt es laut Zeitung nicht, doch allein in Baden-Württemberg
seien vier von 38 Direktkandidaten jüdisch. Als ein Grund wird Angst jüdischer
Bürger vor Antisemitismus genannt, den viele Flüchtlinge aus muslimischen
Ländern mitbringen.

 

 

Die
ZDF-Moderatorin Petra Gerster hat hohe Achtung vor Luthers Ehefrau, Katharina
von Bora. „Mit ihrer Bildung, ihrer Kompetenz in Dingen des praktischen Lebens
und ihrer unerhörten Schaffenskraft“ habe sie sich den vollen Respekt Luthers
erworben, sagte sie in einem Interview. Ohne Katharina von Bora hätte der
Reformator nicht so eine positive Einstellung zu Ehe und Familie gewonnen.

 

 

Über 1000
Kirchtürme bundesweit sind Nistplatz für Schleiereulen, Dohlen, Turmfalken und
andere Vögel. Vor zehn Jahren hatten der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und
der Beratungsausschuss für das Deutsche Glockenwesen eine Aktion gestartet, um
Tieren in Kirchtürmen einen Unterschlupf zur Aufzucht zu ermöglichen.
Spitzenreiter bei der „Wohnraumbeschaffung“ sind Baden-Württemberg, Thüringen
und Niedersachsen.

 

 

Der
Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich
Bedford-Strohm, hat radikale Strömungen im Islam kritisiert. „Es gibt
Verständnisse des Islam, die man in aller Schärfe zurückweisen muss“, sagte er
dem Nachrichtenmagazin „Focus“. „Allen voran Fundamentalismus und die
Rechtfertigung von Gewalt.“ Aber anstatt den Islam generell abzuwerten, gar zu
verdammen, müssten die Muslime gestärkt werden, die ihre eigenen Traditionen
kritisch reflektieren.

 

 

Margot
Käßmann, Reformationsbotschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland
(EKD), will 2018 in den Ruhestand gehen. Die evangelische Theologin wird ihren
Lebensmittelpunkt auf die Ostseehalbinsel Usedom verlegen, sagte sie der
Zeitschrift „Frau im Spiegel“. Sie freue sich, Zeit mit ihren drei Enkelkindern
zu verbringen, die sie alle getauft habe.

 

 

Mehr als 1,6
Millionen Besucher haben die Anfang November eröffnete Plaza der
Elbphilharmonie in Hamburg besucht. Damit habe sich das Konzerthaus innerhalb
kürzester Zeit zu einem der meistbesuchten Orte Deutschlands entwickelt, so
Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda. Die Plaza habe jetzt schon mehr Besucher
gehabt als das Schloss Neuschwanstein in einem Jahr.

 

 

Die
vollständige Bibel ist jetzt in 648 Sprachen übersetzt. Dies teilte der
Weltverband der Bibelgesellschaften mit. Das Neue Testament liegt den Angaben
nach in weiteren 1432 Sprachen vor, zumindest einzelne biblische Schriften sind
in 1145 Sprachen erschienen. Damit gibt es in 3225 Sprachen mindestens ein Buch
der Bibel, wie es hieß. Sprachforscher gehen von weltweit rund 6900 lebenden
Sprachen aus. Stichtag der Statistik ist der 1. Januar 2017

 

 

Die Zahl der
Kirchenasyle in Deutschland ist 2016 gestiegen. Insgesamt erfasste die
Ökumenische Bundesarbeitsgemeinschaft „Asyl in der Kirche“ 692 Fälle – 72 mehr
als im Vorjahr. Gemessen an den Anfragen an die Gemeinden und angesichts der
Not der Betroffenen sei die Zahl der Kirchenasyle aber weiter gering, sagte die
Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft, Dietlind Jochims, in Berlin. Mit
fast 25.000 Abschiebungen wandele sich Deutschland von einem Aufnahme- zu einem
Abschiebeland.

 

 

Die Menschen
in Deutschland sind laut einer Studie mit ihrer Lebenssituation so zufrieden
wie nie seit der Wiedervereinigung. Dass die Zufriedenheit deutlich gestiegen
ist, geht nach Angaben des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW)
im Wesentlichen auf den Aufholprozess in Ostdeutschland zurück. Das im Osten
gemessene Glücksgefühl liege jedoch noch immer unter dem westdeutschen Niveau.
Dies zeigten Daten einer repräsentativen Langzeitstudie. Den Grund für die
aktuell große Zufriedenheit erklärt das DIW damit, dass Deutschland viele
Krisen der vergangenen Jahre erfolgreich bewältigt habe.

 

 

Der
Darmstädter Fußballprofi Sven Schipplock hat durch eine Verletzung neu zum
Glauben an Gott gefunden. „Während der Verletzung hat sich das alles geändert.
Ich wusste nicht mehr, wohin. Ich bin demütig geworden. Ich habe meinen Glauben
vertieft, Hilfe bei Jesus gesucht“, sagte Schipplock der „Frankfurter
Allgemeinen Zeitung“ im Interview.

 

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