Wer Wo Was

Informationen für Blinde und Sehbehinderte

Wir beginnen WerWoWAs mit einer traurigen Mitteilung und verlesen das Schreiben von Pfarrerin Brusius vom Dachverband der ev. Blinden-und Sehbehindertenseelsorge.

Liebe Beauftragte der Landeskirchen für Blinden- und Sehbehindertenseelsorge,
leider ist es heute meine traurige Pflicht Ihnen mitzuteilen, dass am 5. Mai 2017 Pastor Holger Johansen, der ehemalige Beauftragte für Blinden- und Sehbehindertenseelsorge in der ev. Kirche im Rheinland, im Alter von 57 Jahren verstorben ist. Die Beerdigung findet am Freitag, den 12. Mai 2017, in der Johanniskirche in Düsseldorf statt.
Der Dachverband der evangelischen Blinden - und evangelischen Sehbehindertenseelsorge verdankt Holger Johansen sehr viel. In der Anfangszeit der neuen Organisation hat er die Aufbauarbeit intensiv begleitet. In manchmal turbulenten Zeiten hat er vermittelnd und konstruktiv gewirkt. Er selbst ist vier Jahre im Geschäftsführenden Ausschuss von DeBeSS gewesen und hat in dieser Funktion den Dachverband auch bei Veranstaltungen nach außen vertreten. Außerdem war im Auftrag von DeBeSS für einige Jahre Mitglied im Vorstand unseres Trägervereins GSBS. Auch ich persönlich bin ihm sehr dankbar, dass er meinen Anfang bei DeBeSS unterstützt hat. Ich habe besonders seine humorvolle Art geschätzt, die manche Probleme leichter gemacht haben. Außerdem habe ich selten einen so fest im Glauben stehenden und auf Gott vertrauenden Menschen getroffen. In all den Jahren seiner Krankheit habe ich dieses unerschütterliche Vertrauen auf Gott bewundert, er wusste sich getragen in seinem Glauben und hat davon reichlich an alle Menschen um ihn herum ausgeteilt.
Alle Menschen, die ihn näher kennengelernt haben, werden ihn sicher nicht vergessen; alle, die er begleitet hat, werden seine Unterstützung vermissen. Auch wir alle hier in Kassel werden uns immer gern an ihn erinnern, seine frohe hoffnungsvolle Art bleibt unvergessen. Die ganze Geschäftsstelle ist dankbar für seine Begleitung und sein Engagement.
Wir denken an seine Angehörigen und alle Menschen, die um ihn trauern. Unser tiefstes Mitgefühl gilt ihnen.
Möge Holger Johansen nun das schauen, woran er geglaubt hat. Wir vertrauen darauf, dass der Tod nicht das letzte Wort behält.


Herzliche Grüße aus Kassel




Boltenhagen 2017
Auch in diesem Jahr findet in der 2. Septemberhälfte eine Freizeit ins schöne Ostseebad Boltenhagen statt. Erfreulicherweise ist diese Freizeit schon seit längerem ausgebucht. Sie wird geleitet von einem Team bewährter Mitarbeiter des EBSW unter der Federführung von Erika Strunck.


Jahrestagung 2017
Die Jahrestagung des EBSW findet in 2017 am 10.10. in Dortmund in den Räumen des BSVW statt. Eine detaillierte Einladung mit genauer Orts- und Zeitangabe erfolgt in der 2. Jahreshälfte 2017.


Kirchentag in Berlin
Der Kirchentag zum Reformationsjubiläum findet sogar in 2 Städten statt: in Berlin und in Wittenberg. Vom 24. - 28. Mai trafen sich Christen aus allen Teilen Deutschlands unter dem Losungswort aus 11. Mose 16,13 j „Du siehst mich“.


Im Folgenden zwei Kostproben aus den Informationen vom Kirchentag Barrierefrei im Daisy Format:



Kriegsblinden Hörspielpreis 2017
Das WDR 3 Hörspiel "Screener" von Lucas Derycke erhält den renommierten Hörspielpreis der Kriegsblinden 2017. Es erzählt von einem jungen Mann, der unangemessene Videos aus dem Internet filtert. "Ein akustisch beeindruckendes und inhaltlich intensives Hörspiel zu einer brennenden Frage unserer Zeit", urteilte die Jury.
Auf der Suche nach einem kurzfristigen Job meldet sich Felix für eine Stelle als Content Reviewer. Von da an filtert er Tag für Tag explizite Videos aus dem Internet. Doch bald droht das Gesehene ihn einzuholen... Täglich werden Massen von Videos im Internet bereitgestellt - Tutorials, Tiervideos, Failvideos. Für ein großes Unternehmen kontrolliert Felix die Videoinhalte, die online gehen. Neben Alltäglichem ist auch unangemessenes oder illegales Material dabei. Er schaut zu und sortiert aus, im sicheren Glauben die Distanz zu wahren. Doch die Bilder bleiben nicht ohne Wirkung. Sie hallen nach und brechen in private Momente ein. Was geschieht mit der Bilderflut in seinem Kopf? Felix Leben gerät aus den Fugen.
Unter anderem mit Andreas Helgi Schmid, Vanessa Loibl, Moritz , Führmann, Thomas Bading, Benjamin Höppner.
Zweite Fachtagung ,Sehen im Alter"
Am 7. und 8. Juli findet in Bonn die zweite Fachtagung „Sehen im Alter" statt. Drei Jahre nach der ersten Fachtagung, an deren Ende das bundesweite Aktionsbündnis „Sehen im Alter" gegründet wurde, lädt der DBSV in Kooperation mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) erneut Experten aus unterschiedlichen Bereichen ein - Augenmedizin, Geriatrie, Pflege, Rehabilitation, Selbsthilfe, Seniorenarbeit, Politik, Verwaltung etc. Ziel des Aktionsbündnisses ist es, vermeidbaren Sehverlust im Alter zu verhindern bzw. die Folgen und Nachteile von Sehverlust bestmöglich auszugleichen.
Im Mittelpunkt der zweiten Fachtagung steht der Präventionsgedanke. Wie lässt sich Sehverlust durch Aufklärung, Prävention, Früherkennung und frühzeitigen Therapiebeginn verhindern? Weitere Themen sind der Erhalt von Selbstständigkeit und Teilhabe, die Vermeidung von Folge- und Begleiterkrankungen und die barrierefreie Gestaltung der Umwelt. Die Tagung versteht sich als Forum, um sich über Projekte, Initiativen und Forschungsergebnisse auszutauschen.


Beratungsstellen für Opfer aus Behinderteneinrichtungen
Die Stiftung „Anerkennung und Hilfe", die sich mit der Aufarbeitung von Leid und Unrecht in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe und der Psychiatrie befasst, hat im Januar ihre Arbeit aufgenommen. Betroffene können bis Ende 2019 ihren Anspruch auf Entschädigungsleistungen anmelden. Voraussetzung ist, dass sie als Kinder oder Jugendliche in der Zeit von 1949 bis 1975 (Bundesrepublik Deutschland) bzw. von 1949 bis 1990 (DDR) in entsprechenden Einrichtungen untergebracht waren und bei ihnen eine Folgewirkung aufgrund des dort erlittenen Leids und Unrechts vorliegt. Menschen, die während ihrer Unterbringung arbeiten mussten, ohne dass dafür ausreichend Sozialversicherungsbeiträge entrichtet wurden, erhalten Ersatzleistungen.
Bis zum 31. März 2017 werden in allen Bundesländern regionale Anlaufund Beratungsstellen eingerichtet. Diese begleiten Betroffene bei der Aufarbeitung des Erlebten, unterstützen sie bei der Anmeldung der Leistungen und beraten sie zu weiteren Unterstützungsangeboten.
Mehr Infos unter Tel.: 08 00 / 2 21 22 18 und im Internet unter
www.stiftung-anerkennung-hilfe.de

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